Das Model European Parliament (MEP) ist eine Simulation der Sitzungen des Europaparlaments in Brüssel und Straßburg. Die gemeinnützige Stiftung MEP.eu wurde 1994 gegründet mit dem Ziel, unter den Jugendlichen der Mitgliedsstaaten sowohl das Verständnis für Europäische Integration und wichtige europäische Themen als auch das Wissen über EU-Institutionen bei den Jugendlichen zu fördern. Das MEP wird sowohl auf regionaler, nationaler und auch europäischer Ebene durchgeführt.
Ziele des MEPs sind
Ablauf
Während der MEPs arbeiten die Delegierten in Ausschüssen, die von je zwei Ausschussvorsitzenden (Teilnehmer früherer MEPs) geleitet werden. Dabei schlüpfen sie in die Rolle von Parlamentariern und diskutieren in den Ausschüssen und in Parlamentssitzungen Themen, die zur Zeit auch real von Politikern der Europäischen Gemeinschaft in den verschiedenen Institutionen behandelt werden und erstellen Resolutionen zu diesen aktuellen europäischen Themen. Von den Organisatoren des MEP wird dabei festgelegt, welche Rolle den einzelnen Teilnehmern zufällt. Jeder Schüler, der als Delegierter fungiert, muss ein bestimmtes Land in einem Ausschuss und im Europaparlament vertreten und sollte über die entsprechenden Sachfragen, mit denen er sich auseinandersetzen wird, informiert sein.
Verhandlungssprache in Bremen und Berlin ist Deutsch, die internationalen Sitzungen werden auf Englisch abgehalten.

Das Hermann-Böse-Gymnasium führt das MEP mit allen 10. Klasssen durch. Das Plenum findet seit 2005 im Dezember in der Bremischen Bürgerschaft statt, bei der auch die acht Delegierten des HBG ausgesucht werden, die das Bundesland Bremen auf der nationalen Sitzung des MEP in Berlin vertreten dürfen. Die nationalen Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt finden im Frühjahr im Sitzungssaal des Bundesrats unter Schirmherrschaft des jeweiligen Bundesratspräsidenten statt. In Berlin werden aus den Vertretern aller Bundesländer die Repräsentanten der deutschen Delegationen nominiert, die an den Sitzungen der internationalen und baltischen MEPs teilnehmen dürfen – diese finden halbjährlich, meistens in europäischen Hauptstädten statt.
Das besondere MEP-Feeling geben wohl Äußerungen von Teilnehmern am besten wider: „Dieses außergewöhnliche Gefühl, das man nur beim MEP hat, das Gefühl, an der aktuellen Politik teilzuhaben. Das Gefühl eine Rede im Bundesrat gehalten zu haben, das werde ich wohl nie vergessen. Der MEP-Spirit hat mich erfasst und in Rausch versetzt wie eine Droge, aber die Sucht ist eine gute Sucht und ich hoffe sie lässt mich nie mehr los.“
„Die Möglichkeit in solch wichtigen Gebäuden tagen zu dürfen, hat ein Gefühl von Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit aufkommen lassen. Man hat sich wie ein Abgeordneter gefühlt. Die Realitätsnähe, die geschaffen wurde, ist bewundernswert.“
Weitere Informationen sind zu finden unter www.mep-germany.de oder www.european-briefcase.de/img/mep/flyer.pdf .
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